Alle ins Gold!
Die Augen auf das Gold in der Scheibenmitte gerichtet, konzentriert und fokussiert. Einatmen, den Bogen weit spannen, in der Ruhe verharren. Dann öffnet sich die Hand, die Sehne schnellt nach vorne und wirft den Pfeil in Richtung Ziel. Nur Sekundenbruchteile später trifft der Pfeil ins Gold. Ausatmen, entspannen, gutes Gefühl genießen! So ungefähr sieht das im Idealfall aus.
Und das hat bei den SchülerInnen, die im ersten Halbjahr an der AG Intuitives Bogenschießen teigenommen haben, tatsächlich auch sehr oft geklappt. Da wurden die Treffer gerne auch mal lautstark kommentiert und stolz präsentiert.
Beim intuitiven Bogenschießen steht aber gar nicht so sehr das Treffen im Vordergrund. Es ist vielmehr die achtsame Übung an sich. Das Ausblenden aller anderen Dinge und das Ankommen im Hier und Jetzt machen diese Art des Bogenschießens aus – und dann kommt das Treffen ganz von selbst. Denn intuitives Bogenschießen soll sein wie ein kindliches Spiel. Es gibt keine Regeln, keine Ziele, kein Muss. Es gibt nur das gute Gefühl, einfach loszulassen.
Und nach einiger Übung bemerkten das tatsächlich auch die Kinder und Jugendlichen. Wo in den ersten Übungseinheiten noch viel von Robin Hood, Legolas und anderen Helden erzählt wurde, kehrte im Laufe der Wochen immer mehr Ruhe ein. Gerade bei den Jungs und einem Mädel aus der sechsten Klasse war es spannend, das zu beobachten. Dass die Pfeile viel eher die Mitte der Scheibe treffen, wenn man ruhigend und konzentriert mit dem Bogen umgeht, als lautstark mit dem Nachbarn die (Un-)Geschicklichkeit des jeweils anderen zu diskutieren, war irgendwann gelernt.
Das schlug sich schließlich auch in der sichtbaren Entwicklung im Schießstil der Bogenschützinnen und Bogenschützen nieder. Nach einem halben Jahr hatten alle ihr Sportgerät im Griff und unter Kontrolle und waren auch so weit, das Bogenschießen noch einmal auf eine ganz neue Art und Weise zu erleben – wir gingen zum Bogenwandern in den Wald. Hier wurde auf ein tragbares Ziel geschossen, dass wir immer wieder an anderen Orten platzierten. Hier ging es bergauf oder bergab, mal durch Astgabeln hindurch und aus ungewohnter Körperhaltung heraus. Das war ein echtes Abenteuer zum Ende der Bogen-AG – und hat allen Lust auf eine Fortsetzung gemacht.
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