Gemeinsam Verantwortung im digitalen Raum übernehmen
Am 10. Februar 2026 beteiligte sich das Internat Lucius am bundesweiten Safer Internet Day. Dieser jährlich stattfindende Aktionstag verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche für einen sicheren, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren. Für uns als Schule ist dies kein Randthema, sondern ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.
Von 8:00 Uhr bis 13:15 Uhr arbeiteten alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis Q2 in gemischten Gruppen zusammen. Lediglich die Q4 nahm aufgrund der bevorstehenden Abiturprüfungen nicht teil. Die bewusste Durchmischung der Jahrgänge erwies sich als besonders gewinnbringend: Ältere Schülerinnen und Schüler übernahmen Verantwortung in Diskussionen, während Jüngere von deren Erfahrungen profitieren konnten. So entstand ein lebendiger, respektvoller Austausch über Fragen, die alle Altersstufen betreffen. Insgesamt wurden zehn Workshops angeboten, die überwiegend von Lehrkräften moderiert und von den Medienbeauftragten inhaltlich wie organisatorisch sehr umsichtig vorbereitet wurden.
Die Themen spiegelten zentrale Herausforderungen der digitalen Lebenswelt wider:
- Was ist KI und wie „denkt“ ein Chatbot?
- Deepfake-Detektive Bots & Beziehungen: Künstliche Freunde
- KI-Ethik: 10 KI-Gebote
- Virtuelle Stars: Wenn NPCs Influencer werden
- KI als Lernhelfer
- Lernfeind KI und Suche: Crawler, Gatekeeper, SERP
- Ranking Privacy first – auch bei KI
- KI und Gesetz: Was bedeutet der EU-AI-Act für uns?
- Kreativ und klug – auch ohne KI
Im Mittelpunkt stand dabei stets die Frage: Wie gehen wir verantwortungsvoll mit digitalen Angeboten um?
Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit manipulativen Inhalten auseinander, diskutierten über Datenschutz, reflektierten die Rolle digitaler Werkzeuge im schulischen Lernen und entwickelten Kriterien für einen bewussten Umgang mit neuen Technologien. Besonders wichtig war uns, nicht nur Risiken zu benennen, sondern Handlungsfähigkeit zu stärken.
Der diesjährige bundesweite Schwerpunkt „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ bot hierfür einen geeigneten Rahmen.
Gerade im schulischen Kontext zeigt sich, wie stark digitale Anwendungen inzwischen unseren Alltag prägen – sei es beim Lernen, in sozialen Netzwerken oder bei der Informationssuche. Umso bedeutsamer ist es, Orientierung zu geben und Maßstäbe für verantwortliches Handeln zu entwickeln.
Den Abschluss des Vormittags bildete ein gemeinsames Mittagessen. In entspannter Atmosphäre wurden Gespräche fortgeführt und Eindrücke ausgetauscht. Der Projekttag hat einmal mehr verdeutlicht: Medienbildung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie lebt vom Gespräch, von klaren Regeln und von der Bereitschaft, sich kritisch mit der eigenen Praxis auseinanderzusetzen.
Benjamin Haas
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