Ein Stück Welt ins Haus holen

Die Burggespräche wurden mit der Intention geschaffen, ein Stück Welt ins Haus zu holen und dabei auf die Interessen der Schüler einzugehen. Heraus kommen auch heute noch immer wieder Vorträge, die zeigen, was die Referenten bewegt, was sie inspiriert und welche ihrer Ideen sie an die Schüler weitergeben können.

Die Burggespräche – eine Institution seit 1959

Die so genannten Burggespräche gibt es seit 1959 und wurden durch die Initiative des damaligen Verantwortlichen Hanskarl Kissner als „Mittwochsgespräche“ ins Leben gerufen. Ende der 50er Jahre waren es vor allem politische und literarische Themen, die den Schülern am Herzen lagen. So findet man in dem seit dem ersten Abend geführten Gästebuch Einträge zu diesen Interessengebieten. „Einführung der Bundeswehr; Wie kann man nach dem Holocaust als Verfolgter wieder in Deutschland leben wollen?“ Politisches Kabarett bot uns damals Hans-Dieter Hüsch, wir hatten Besuch von Lyrikern und Schriftstellern, also eine bunte Reihe von interessanten Vorträgen mit engagierten Referenten.

Vom Literaten bis zum Goldschmied

Im Laufe der Jahre ging es ebenso bunt weiter. So nennt unser Gästebuch als Themen: Französische Chansons, die Ausgrabung der Keltengräber in Glauberg, Rückenschulung, Kreativität – wie entsteht sie? Ein Zimmertheater spielte Stücke von Tschechow. Private Hochschulen stellten ihre Studiengänge vor, ehemalige Schüler sowie Freunde des Hauses referierten über Berufsbilder: Vom Architekten über den Arzt bis hin zum Redakteur und Journalisten. Desgleichen Goldschmied, Akupunkteur, Börsianer, Hotelmanager, Sporttrainer, Jurist, Sänger, Schauspieler, Musiker, Künstler, Bauingenieur, Gastronom – dabei bietet dies nur eine kleine Auswahl aus der Vielfalt der vorgestellten Berufe.

Spannende Einblicke in Lebens- und Berufswege

Die Burggespräche wurden mit der Intention geschaffen, ein Stück Welt ins Haus zu holen und dabei auf die Interessen der Schüler einzugehen. Heraus kommen auch heute noch immer wieder Vorträge, die zeigen, was die Referenten bewegt, was sie inspiriert und welche ihrer Ideen sie an die Schüler weitergeben können. Zwei Dinge scheinen jedoch allen Referenten, die über ihren Lebens- und Berufsweg sprechen, am Herzen zu liegen, denn sie kommen in jedem Beitrag vor: Soziale Kompetenzen und Fremdsprachen, diese seien unerlässlich.
Die Abende der Burggespräche enden meist in kleiner Runde und mit einem Blick in die große Welt außerhalb des Internats.