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    aus der Internatsschule Lucius

Der Erdkunde-Leistungskurs besuchte im Rahmen des Q2-Themenfeldes „Stadtentwicklung“ die Stadt Köln. Die Vorbereitung und Durchführung vor Ort gestalteten die Schüler selbst und bereiteten Vorträge zu verschiedenen relevanten Themen der Kölner Stadtentwicklung vor.

Nach der Anreise mit dem ICE von Frankfurt zum Kölner Hauptbahnhof informierte Maceo an der ersten Station über die Entwicklung des Kölner Doms und der Domumgebung. Besonders in den letzten Jahren wurde die Domplatte verändert, um veränderten Ansprüchen (z.B. den Prinzipien Luft und Licht) gerecht zu werden. Bereits abgeschlossene sowie geplante Planungsvorhaben für das Areal rund um das Kölner Markenzeichen wurden vor Ort gezeigt und mit Karten und Modellen veranschaulicht.

Die Navigation zur zweiten Station, dem Belgischen Viertel bzw. dem Brüsseler Platz, organisierten die Schüler ebenfalls selbstständig. Das Belgische Viertel wurde als Beispiel für einen Gentrifizierungsprozess vorgestellt, denn sowohl bauliche Strukturen als auch das Sozialgefüge des Viertels haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. So ist das Viertel heutzutage bekannt als Partymeile Kölns. Die Überreste der letzten Partynacht konnte der Kurs vor Ort entdecken. Die Schüler fotografierten vor Ort die Vor- und Nachteile der Gentrifizierung und Moritz ermunterte seine Mitschüler, durchaus kritische Blicke auf das Viertel und das Thema zu werfen.

Die dritte Station des Tages wurde durch eine Mittagspause geteilt. Zuvor berichtete Melvin unter dem Hahnentorbogen, einem Überbleibsel der römischen Stadtmauer, über die Stadtentwicklungsprozesse rund um dieses Kölner Wahrzeichen, den Rudolfplatz. Dass die Umgestaltungsmaßnahmen bereits in vollem Gange sind, bewiesen abgerissene Wohnblöcke und Baukräne – hier entsteht ein neues Technologie- und IT-Zentrum für Köln. Zu Fuß führte Melvin den Kurs am Kölner Stadtring entlang zum Gerlingquartier, einem Viertel Kölns, das in den vergangenen Jahrzehnten einen Funktionswandel erlebte. Einst Sitz einer Versicherungsgesellschaft, zählt das Gerlingquartier heute zu den hochpreisigsten und extravagantesten Wohnvierteln Kölns. Die Umsetzung des Bauprojektes, das mittlerweile zur Hälfte abgeschlossen ist, wurde von den Schülern kritisch beurteilt.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln und nach einem Spaziergang entlang des Rheins, gelangten wir schließlich zur letzten Station – dem Kölner Rheinauhafen. Stadtgeographisch relevant ist in diesem Viertel die Revitalisierung eines alten Hafenviertels zu einem multifunktional genutzten Areal. Welche Funktionen dieses Viertel nun hat und welche baulichen Maßnahmen getroffen wurden, berichtete Anton (auch mit einem schmunzelnden Vermerk auf das Podolski-Penthouse im 3. Kranhaus).

Das Fazit: ein insgesamt interessanter und eindrücklicher Tag in Köln, dessen Ablauf problemlos klappte, dank einer intensiven und anstrengenden Vorarbeit – es hat sich gelohnt. Belohnt wurden alle durch einen Tag in der Rheinmetropole bei schönstem Sonnenschein!

(Marie Michel)