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    aus der Internatsschule Lucius

Wer das Forsthaus am Echzeller Ortsrand betritt, wird künftig auf ein modernes Gebäude blicken. Darin wird Platz für weitere 24 Internatsschüler sein. (Grafik: pv)

Dort werden unter anderem Zimmer für 24 weitere Schüler aus der Unter- und Mittelstufe gebaut. Derzeit werden 160 Jungen und Mädchen ab der fünften Klasse in dem staatlich anerkannten Gymnasium bis zum Abitur unterrichtet. Doch es gibt deutlich mehr Anfragen.

Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler hat dieser Tage die Baugenehmigung an Laura Lucius, Vera Kissner und Luise Schüssler übergeben, die die Schule seit 2004 gemeinsam leiten. Das Institut Lucius hat aktuell rund 160 Schüler, auch einige ausländische Kinder und Jugendliche wohnen und lernen dort. In diesem Jahr haben über 25 Schüler ihr Abitur an dem Internat absolviert, das seit Kurzem auch als Schule mit internationaler Ausrichtung anerkannt ist.

Als einziges deutsches Internat ist das Institut Lucius als Wocheninternat organisiert. Das bedeutet, dass die Schüler unter der Woche im Internat wohnen und die Wochenenden in der Regel zu Hause bei ihren Eltern verbringen. Für die ausländischen Schüler besteht die Möglichkeit, an den Wochenenden im Internat zu bleiben. Für alle gilt das Prinzip des hausaufgabenfreien Wochenendes, damit die Schüler abschalten können und die Familien Gelegenheit haben, miteinander Zeit zu verbringen.

Auf dem weitläufigen Forsthaus-Gelände soll nun ein Neubau entstehen, mit drei oberirdischen Geschossen und einer Teilunterkellerung. Drei Klassenräume sind in dem verglasten Erdgeschossbereich vorgesehen, in denen bis zu 80 Schüler unterrichtet werden können. In den beiden Obergeschossen sind je sechs Zimmer für insgesamt 24 Schüler und ein zusätzliches Übernachtungszimmer für einen Erzieher untergebracht.

»Wir haben sehr viele Anfragen und können viele Schüler nicht aufnehmen, weil wir nicht genügend Platz haben«, erläuterte Geschäftsführerin Vera Kissner die Notwendigkeit des Neubaus auf dem derzeitigen Basketballplatz. Mehr als 200 Schüler wolle man aber nicht betreuen. »Wir wollen klein und überschaubar bleiben.« Im Schuljahr 2019/20 soll der Neubau bezogen werden.

Baudezernent Weckler zeigte sich angesichts der Pläne angetan von der modernen Architektur des Gebäudes: »Der mit einer Holzschalung verkleidete Hauptkörper scheint über dem großflächig verglasten Sockel zu schweben. Das ist ein schöner Kontrapunkt zu den bestehenden historischen Gebäuden.« Kissner ergänzte: »Unser Wunsch an den Architekten war, mit sehr viel Glas und Holzverschalung zu bauen.« Ihnen sei besonders wichtig gewesen, das Erdgeschoss, wo eine Küche und eine Cafeteria untergebracht werden sollen, zu verglasen – damit die Kinder und Jugendlichen den Blick in die Natur genießen können.

Bericht aus der „Wetterauer Zeitung“ vom 6. Juli 2017