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    aus der Internatsschule Lucius

An Sonntag, den 12.10.2014 gegen Mittag brachen wir zu unserer Klassenfahrt auf. Natürlich war es kein Katzensprung bis zum Ijsselmeer, weswegen wir auf unserer langen Fahrt auch die ein oder andere Pause einlegten.

Endlich angekommen an unserem Zielhafen in „Enkhuizen“ am Ijsselmeer, suchten wir als erstes unser Schiff, die Aldebaran, die wohl auch schon im letzten Jahr unserer Schule treue Dienste leistete.

Wir brachten unser Gepäck an Bord und unter Deck, um nach einer Willkommensansprache des Skippers unsere Kajüten zu beziehen.

Alsbald verkündeten unsere begleitenden Erzieher und Lehrer Herr Raab, Frau Landeck, Herr Sawalies und Herr Wood die, an Bord und während der Klassenfahrt, geltenden Regeln, unsere Vorhaben und unsere Pflichten. Den Rest des Abends durften wir nach eigenem Ermessen verbringen.

Nach unserem ersten Frühstück an Bord erklärte uns Maat Daniel, was wir wo und wie zu machen hatten: Welcher Knoten für welches Seil, wie die verschiedenen Segel heißen, wo und wann das Schwert zum Einsatz kommt und vieles, vieles mehr. Bald darauf mussten wir unser neues Wissen auch schon anwenden, denn wir fuhren direkt nach der Einführung bereits aus dem Hafen aus und setzten Segel. Glücklicherweise war uns auch das Wetter hold und der morgendliche Regen wich zunehmend zaghaftem Sonnenschein.

Sofern keine Hilfe benötigt war, vertrieben wir uns die Zeit mit unseren Erziehern, indem wir Karten spielten oder uns unterhielten. Gegen Abend erreichten wir den nächsten Hafen und erhielten freien Ausgang in kleinen Gruppen.

Der Dienstag begann damit, dass wir nach unserem Frühstück den Einkauf erledigten, wobei wir vorrangig Essen für die den nächsten Tag kauften. Leider war es diesmal nicht sonnig und warm, sondern kalt, nass und regnerisch. Aber auch in schlechtem Wetter bemühten wir redlich und erreichten schließlich unser nächstes Ziel. Kaum angelegt, hörte es wie auf Knopfdruck auf zu regnen und wir konnten unseren freien Ausgang genießen.

Am Tagesende warteten wir gespannt auf 24 Uhr, denn am Mittwoch hatte unser Lehrer Herr Wood Geburtstag. Freudig gratulierten wir alle Herrn Wood, bevor wir schließlich erschöpft zu Bett gingen.

Mittwoch begann mit Wasser. Es goss aus Kübeln, wie man so sagt. Der Regen schien auch nicht enden zu wollen, dennoch mussten wir den Einkauf verrichten und vor allem Herr Woods Feier an diesem Abend vorbereiten.

Trotz des schlechten und windigen Wetters – oder gerade deswegen – erreichten wir ein weiter entferntes Ziel jenseits des Ijssellmeeres: die auf der Nordsee gelegene Insel Terschelling. Am Nachmittag zogen wir uns alle unter Deck zurück, um uns aufzuwärmen und mit unseren Erziehern Karten und andere Spiele zu spielen. Nur Johannes trotzte voller Eifer weiterhin Wind und Wetter und half an Deck – selbst wenn er nicht musste.

Am Abend, nach unserem täglichen Ausgang, feierten wir mit alle zusammen ausgelassen Herrn Woods Geburtstag und genossen die üppige Tafel.

Am Donnerstag Abend kehrten wir an unseren Ursprungshafen in Enkhuizen zurück. Dort nominierten wir die engagiertesten Helfer an Bord und unter Deck.

Am Freitag putzen wir das Schiff und räumten den Rest auf. Anschließend verabschiedeten wir uns von unserem Skipper und Maat Daniel und bedankten uns für die schöne Klassenfahrt.

Chrysanthos K.