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    aus der Internatsschule Lucius

Jährliches Eislaufen und die Entlassung der „Neuzugänge“ aus der Probezeit sorgen für ersten Höhepunkt des Jahres

Mittlerweile gehört es zur guten Tradition: Einmal im Jahr machen sich fast alle Schülerinnen und Schüler, Erzieherinnen und Erzieher und viele Lehrerinnen und Lehrer der Internatsschule Institut Lucius gemeinsam auf den Weg nach Frankfurt, um dort in der Eissporthalle Eis zu laufen und einen schönen Nachmittag zusammen zu verbringen.

In diesem noch jungen Jahr 2017 setzte sich der Schul-Tross am Donnerstag, dem 19.12., gegen 14 Uhr mit drei Reisebussen Richtung „Mainhattan“ in Bewegung.

Bei wunderschönem, eiskaltem und sonnigem Winterwetter enterten dann die ersten Lucianer gegen 15 Uhr die Eisfläche und drehten über zwei Stunden lang Runde um Runde. Dabei zeigte sich schnell, dass neben erfahrenen „Eiscracks“, die sogar ihre eigenen Schlittschuhe mitgebracht hatten, auch einige Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal in ihrem Leben auf Kufen standen und zunächst mit wackeligen Bewegungen eher schlecht als recht über die Eisfläche schlitterten. Doch wozu ist eine Gemeinschaft da? Die erfahrenen Eisläuferinnen und Eisläufer nahmen sich wie selbstverständlich der „Frischlinge“ an und sorgten dafür, dass diese zunehmend Sicherheit auf dem Eis gewannen. Insgesamt verlebten die Teilnehmer einen unvergesslichen Nachmittag, der von einem gemeinsamen Gruppenfoto auf dem Eis gekrönt wurde.

Bedanken möchten wir uns dabei ausdrücklich noch einmal bei unserem Ehemaligen-Verein Luciana e.V., der diesen tollen Ausflug für unsere Schülerinnen und Schüler ermöglichte.

Doch nach der Rückkehr ins Internat war das Tagwerk noch längst nicht vollbracht. Die Rückkehrer erwartete ein festlich geschmückter und beleuchteter Speisesaal, der im Anschluss den Rahmen für ein wunderschönes gemeinsames Abendessen bot.

Dann folgte der eigentliche Höhepunkt des Tages: Die feierliche Entlassung der vor einem halben Jahr zu uns gestoßenen Schülerinnen und Schüler aus der Probezeit.

Organisiert und moderiert wurde dieser Programmpunkt von unseren neuen Schulsprechern Sebastian Gaese und Yannick Höf. Mit ebenso viel Aufwand und Engagement wie Liebe zum Detail hatten die beiden im Vorfeld einen tollen und feierlichen Rahmen für die endgültige Aufnahme der Neulinge in die Schulgemeinschaft geschaffen. Und Gemeinschaft war auch das Stichwort, mit welchem Sebastian Gaese seine einleitenden Worte begann. Er verdeutlichte noch einmal den Wert, den eine solche (Schul- und Internats-) Gemeinschaft für jeden einzelnen haben kann, verdeutlichte aber auch, dass eine funktionierende Gemeinschaft viel Arbeit und Kompromissbereitschaft voraussetzt.

In vier Gruppen wurden dann die Schülerinnen und Schüler auf die Bühne in der Aula gebeten, wo sie vor der versammelten Schulgemeinschaft ihre bisherige Schulzeit und ihre Zeit auf der Internatsschule Institut Lucius reflektierten. Dabei beeindruckten, beginnend bei den Kleinsten aus den Klassen 5 und 6 bis zu den Oberstufenschülerinnen und –schülern, alle Redner mit reflektierten und ehrlichen Worten. Das Highlight des Abends stellte zweifelsfrei die Rede unseres Schülers Kunlin Guo aus Klasse 9dar, der frei und eloquent sprach und mit einem Augenzwinkern noch einmal ausdrücklich darauf hinwies, dass nicht alle Chinesen Hunde und Katzen äßen.

Unser Q1ser Robert Roch traf etwas später bei seiner Rede den berühmten Nagel auf den Kopf, als er von dem besonderen „Spirit“ sprach, den die Schulgemeinschaft auszeichne und der zweifelsfrei auch an diesem Abend wieder zu spüren war.

Musikalisch wurde die Aufnahme der Schülerinnen und Schüler von tollen Einlagen gerahmt. Yannis von Georgi am Klavier, Lutz Pauli an der Gitarre und Henriette Müller am Gesang zogen die Zuhörerinnen und Zuhörer schnell in ihren Bann und spätestens beim gemeinsamen Intonieren von Michael Jacksons „Man In The Mirror“ war für allgemeine Gänsehautstimmung gesorgt.

Ein besonderes Highlight hatte sich das Schulsprecherteam für den Abschluss überlegt:

Die anwesende Schulgemeinschaft sollte die „Neulinge“ mit einem eigens geschriebenen Gedicht offiziell in die Schulgemeinschaft aufnehmen. Unter der Anleitung von Yannick Höf hießen die „Alteingesessenen“ die „Neulinge“ mit folgenden Worten willkommen:

Es ist soweit,

schnell verging die Zeit.

Ihr habts geschafft

mit viel Schweiß, Fleiß und Arbeitskraft.

Die heiligen Lucianer, das ist der Kreis,

der übers Internatsleben alles weiß.

Ab jetzt gehört ihr mit dazu,

vom Kopf über die Taille, ja bis zum Schuh.

Mit diesem beeindruckenden Ritual endete der offizielle Teil eines wirklich bemerkenswerten Tages, der nun beim gemütlichen gemeinsamen Beisammensein im Speisesaal langsam ausklang.

T.S.