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    aus der Internatsschule Lucius

Dank modernster Navigationstechnik und dem ausgezeichneten Orientierungsvermögen von Herrn Brückmann kam die Gruppe zielsicher und pünktlich an ihrem Bestimmungsort an :-) .

Aber das sollte nicht die einzige Herausforderung bleiben. Orientierung in der Wildnis und Überleben in der Gruppe, waren die Themen, unter denen die folgenden Tage dann standen.

Schon am nächsten Morgen galt es mittels GPS – Gerät und Kompass eine Strecke durch die fränkische Wildnis zurück zu legen.

Dazu schreibt Simon:

Am 2. Tag der Klassenfahrt sind wir mit GPS und Kompass in den Wald gegangen und haben verschiedene Punkte gesucht. Wir haben uns in 2 Gruppen aufgeteilt. Die Gruppe, in der ich drin war, hat sich verlaufen. Wir sind 3 Kilometer mehr gelaufen als die andere Gruppe. Und unser Lunch durften wir auch nicht essen, bevor wir angekommen sind. Danach haben wir Gegenstände mit GPS versteckt und mussten eine Karte zeichnen, damit die andere Gruppe sie wiederfinden kann.

Naja…die Gegenstände sind wohl für immer verloren.

Die Nacht hat ihren ganz besonderen Reiz.
Das haben wir natürlich genutzt. Wer hat nicht ein bisschen Angst in der Dunkelheit?

Thore schreibt dazu:

Es wurde früh dunkel und Herr Brückmann hatte für uns eine Nachtwanderung geplant. Wir durften keine Taschenlampen mitnehmen.
Als wir auf eine Lichtung kamen sagte Herr Brückmann: „So, und nun müsst ihr  einzeln und allein zurückgehen“.
Zum Glück hat Herr Pauli auf halbem Weg auf uns gewartet.
Viele von uns hatten ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Ich war dann auch sehr froh, als ich Herrn Pauli sah. Am Lagerfeuer war es dann endlich geschafft. Jetzt habe ich meine Angst überwunden.

Wer hätte gedacht, dass man sich soooo freuen kann , Herrn Pauli im Dunkeln zu begegnen 😉

Überleben in der Wildnis und nachts allein in der Dunkelheit…das ist ein Kinderspiel. Das wahre Grauen ist, gemeinsam eine Aufgabe zu lösen.

Am 3. Tag musste man sich in der Gruppe einigen und überlegen, wie man eine Aufgabe löst, die man allein nicht schaffen kann. Ojemine…das war ein harter Prozess.
Am schwierigsten war es wohl mit dem Spinnennetz.
Jeder musste durch ein anderes Feld auf die gegenüberliegende Seite, ohne die Spinnenfäden zu berühren.
Wie soll man das anpacken??? Springen…geht nicht, kriechen …geht auch nicht.
Hilfe, ich muss mir helfen lassen und anderen helfen!!!!
Aber irgendwann hat es geklappt. Man wurde gehoben und getragen und von vielen Händen gehalten. Und irgendwie waren schließlich alle auf der anderen Seite.

Domi schreibt zu diesem Tag:

In der Erlebnispädagogik haben wir mit Franz und Ralf Wikingerschach, Riesenmikado und das Spinnennetz gespielt, wo wir alle in der Gruppe waren und uns nacheinander durch das Netz heben mussten.
Am Abend haben wir am Lagerfeuer Werwolf gespielt. Alle Spiele haben sehr viel Spaß gemacht.

Und zum Lagerfeuer schreibt Felix:

Am Lagerfeuer abends, haben wir Marshmellows gegrillt. Als besondere Spezialität haben wir 2 Kekse genommen und ein Sandwich daraus gemacht.

Als das Feuer fast aus war, haben wir Stöcke genommen, haben sie ins Feuer gehalten bis sie gebrannt haben und sie dann mit Wucht auf den Boden gehauen.

„Die Hölle“, so überschreibt Jesko seinen Aufsatz über den 4. Tag. Und das ist nicht nur ein Rechtschreibfehler. Ich musste jedenfalls sehr lachen darüber, denn genau so habe ich es empfunden, als wir uns, ausgerüstet mit Helm und Stirnlampe, durch engste Kanäle und Löcher  quälen mussten. Angst kommt von Enge…das war für mich bisher nur eine theoretische Erkenntnis.

Jesko schreibt dazu:

Die Hölle.
Es waren in der Höhle nur sehr enge Durchwege. Ich hatte manchmal echt Angst. Herr Brückmann ist auch einmal stecken geblieben.

Wie man es doch auch mit kargen Worten auf den Punkt bringen kann. :-)

Komplett verdreckt brauchten wir dann viel Wasser und sind ins Schwimmbad gegangen.

Dazu schreibt Helin:

Am Donnerstag fuhren wir in ein wunderschönes Erlebnisbad, namens Königsbad.
Als erstes sind wir alle Rutschen gegangen. Danach haben wir Wasserwettkämpfchen gegen unsere Lehrer gemacht. Anschließend waren wir nur noch Essen.

Und Niko schreibt:

Ich habe Herrn Brückmann beinahe besiegt.

Jou… am Ende mancher Tage ist man einfach nur froh, dass man noch lebt.

Natürlich gab es auch kritische Stimmen:

Lorenz schreibt:

Ich fand es nicht sehr gut, dass wir Getränke aus dem Automaten bezahlen mussten. Es war für 4 Sterne viel zu unhygienisch und das Klo hatte nur einen mäßigen Abzug. Das Essen war für 4 Sterne auch schlecht. Doch es gab auch gute Seiten: Das Frühstück war lecker.